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Prompt-Muster, die im Arbeitsalltag wirklich helfen

21. Juli 2026 · 3 Min. Lesezeit

Rolle, Ziel, Kontext, Beispiele und Format. Fünf einfache Bausteine, mit denen Ihr Team verlässlichere Ergebnisse aus KI-Assistenten holt.

Vier farbige Bausteine fließen in ein Chatfenster mit Fragen und Antworten.

Die meisten enttäuschenden Antworten von KI-Assistenten haben einen einfachen Grund. Die Frage war zu knapp. Wir Menschen ergänzen beim Lesen automatisch, was gemeint ist. Ein Sprachmodell kann das nur, wenn es die nötigen Informationen bekommt.

Anthropic beschreibt das in seinen Hinweisen zum Prompting sehr treffend. Man soll sich das Modell wie eine fähige neue Kollegin vorstellen, die zwar viel kann, aber nichts über Ihr Unternehmen weiß. Würde die Kollegin aus Ihrer Anweisung schlau werden? Wenn nicht, wird es das Modell auch nicht.

Daraus ergeben sich fünf Bausteine, die sich im Alltag bewährt haben.

1. Die Rolle

Sagen Sie, aus welcher Perspektive das Modell antworten soll. Zum Beispiel als erfahrene Sachbearbeiterin im Kundenservice oder als Lektor, der auf klare Sprache achtet. Die Rolle allein macht keine guten Antworten, sie setzt aber den Ton.

2. Das Ziel

Beschreiben Sie, was am Ende herauskommen soll und wofür. Eine Antwort an einen verärgerten Kunden, die das Problem einräumt und eine Lösung anbietet, ist ein besseres Ziel als nur eine Antwort an einen Kunden.

3. Der Kontext

Geben Sie mit, was ein Mensch wissen müsste. Wer ist der Empfänger? Was ist vorher passiert? Was dürfen Sie zusagen und was nicht? Je mehr davon im Prompt steht, desto weniger muss das Modell raten.

4. Beispiele

Ein oder zwei gute Beispiele wirken oft mehr als jede Beschreibung. Wenn Sie eine Antwort im Stil Ihres Hauses möchten, zeigen Sie eine, die Ihnen gefällt. Wichtig ist, dass die Beispiele zu Ihrer echten Aufgabe passen und sich untereinander etwas unterscheiden, sonst kopiert das Modell sie zu wörtlich.

5. Das Format

Sagen Sie, wie die Antwort aussehen soll. Drei Sätze, eine Tabelle, eine Liste mit höchstens fünf Punkten, eine E-Mail mit Betreff. Ohne diese Angabe entscheidet das Modell selbst, und das passt selten genau.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Statt nur zu schreiben, man solle eine Antwort auf eine Reklamation formulieren, könnte ein guter Prompt so klingen.

Du bist Mitarbeiterin im Kundenservice eines Handwerksbetriebs. Ein Kunde beschwert sich, dass der Termin für die Montage zweimal verschoben wurde. Schreib eine Antwort, die sich ehrlich entschuldigt, einen neuen Termin in der nächsten Woche anbietet und keinen Rabatt zusagt. Halte dich an den Ton der Beispielantwort unten. Höchstens 120 Wörter, mit Betreff.

Das ist nicht kompliziert, aber es enthält alle fünf Bausteine.

Zwei Regeln, die immer gelten

Erstens, prüfen Sie jedes Ergebnis. Sprachmodelle formulieren überzeugend, auch wenn sie sich irren. Zahlen, Namen und Zusagen gehören immer noch einmal in menschliche Hände.

Zweitens, achten Sie darauf, was Sie hineingeben. Kundendaten und Geschäftsgeheimnisse haben in öffentlichen KI-Werkzeugen nichts verloren, solange nicht geklärt ist, wo die Daten landen. Eine KI-Richtlinie für Ihr Team hilft dabei, diese Grenze für alle klar zu ziehen.

Wenn Sie das mit Ihrem Team an echten Aufgaben üben möchten, ist genau das der Kern unseres Workshops zum Prompting.

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